Kursidentifikation:

NAP1_2 03/17

Für diese Veranstaltung kann Bildungsurlaub nach dem Berliner Bildungsurlaubsgesetz (BiUrlG) beantragt werden.

Zielgruppe:

Ergotherapeuten, Physiotherapeuten, Logopäden, Sprachtherapeuten, Linguisten, Ärzte

Termin:

27.03.2017 - 31.03.2017

Zeit:

09.00 - 17.00 Uhr

Referent/In:

Renata Horst
(MSc)
Lehrteam der N.A.P.-Akademie

Kursgebühr:

520,00 €

TN-Zahl:

max. 24

FB-Punkte:

50

Downloads:

Neuroorthopädische aktivitätsabhängige Plastizität


(N.A.P.®) - Module 1 und 2 (Kompaktkurs)

N.A.P.® ist eine integrative, neuroorthopädische Therapie zur Förderung von motorischen Strategien im Alltag.

Schwerpunkt dieser Kurse ist die praktische Anwendung (70% Praxis / 30% Theorie). Um das ganzheitliche System „Mensch“ in seiner Komplexität „begreifen“ zu können, bieten wir die Module 1 und 2 als Kompaktkurs an. Der N.A.P.®-Therapieprozess befasst sich mit der Befundung und Therapie von zusammenhängenden Körperstrukturen und -funktionen, um Alltagshandlungen in unterschiedlichen Situationen ausführen zu können.


Inhalte - Modul 1

1. Funktionelle Anatomie und Biomechanik
• Biomechanische Zusammenhänge zwischen Fuß, Knie, Becken und LWS in der Analyse von Alltagsaktivitäten (Gehen, Bücken, Heben, Transfers, An-/Ausziehen)
2. Klinisch orientierte Untersuchung
• Tests zur Beurteilung des Gleichgewichts bei Sturzgefahr
• Tests zur Differenzierung zw. kontraktilen und nicht kontraktilen Strukturen als mögliche Ursache von Schmerzsymptomen
• Tests zur Beurteilung der Muskelkraft und des Muskeltonus
3. Evidenzbasierte Therapieprinzipien zur Förderung des motorischen Lernens
• Die Bedeutung der subcortikalen Organisation der proximalen Stabilität bei Instabilitäten der Lendenwirbelsäule
• Funktioneller Tapeverband und/oder Orthesenversorgung zur Förderung der dynamischen Stabilität am oberen und unteren Sprunggelenk
4. Die Bedeutung des limbischen Systems und die Verbindung zum vegetativen Nervensystem für Schmerz- und Angstgedächtnis
• Habituationstraining, um automatisierte Schutzprogramme löschen zu können
5. Langfristiges Lernen fördern
• Fördern von sensomotorischen Strategien, um alltagsspezifische und berufsbezogene Aktivitäten positiv erfahren zu können
• Anleitung für das Eigentraining mit und ohne Geräte

Lernziele
Nach Absolvierung des ersten Moduls sollen die Teilnehmer in der Lage sein, anhand der Bewegungs- und Aktivitätsanalyse eine klinische Hypothese über Pathologien und Symptomkomplexe, die primär die unteren Extremitäten, Becken und Lendenwirbelsäule betreffen, zu erstellen. Ein Grundverständnis über die N.A.P.®- Therapieprinzipien soll erlangt werden, damit die Therapiemethoden situativ umgesetzt werden können.

Inhalte - Modul 2

1. Funktionelle Anatomie und Biomechanik
• Biomechanische Zusammenhänge zwischen oberen Kopfgelenken, Cerviko-Thorakalem-Übergang, Kiefergelenken, Schultergürtel und Hand in der Analyse von Alltagsaktivitäten (Greifaktivitäten: feinmotorisch, grobmotorisch, Überkopfaktivitäten, Körperpflege, An-/Ausziehen, Tragen und Heben von Gegenständen, Stützaktivitäten)
2. Klinisch orientierte Untersuchung
• Tests zur Differenzierung zwischen kontraktilen und nicht kontraktilen Strukturen als mögliche Ursachen von Schmerzsymptomen in Kopf und Gesicht, sowie im Arm und der Hand
• Tests zur Differenzierung der Ursachen von Schwindelsymptomatik, Ohrgeräuschen
• Tests für Feinmotorik der Hand- und Zungenmuskulatur zur Beurteilung der Augen-Kopfkoordination
3. Evidenzbasierte Therapieprinzipien zur Förderung des motorischen Lernens
• Die Bedeutung der subcortikalen Organisation der proximalen Stabilität bei Instabilitäten der Halswirbelsäule und der Schulter
• Funktioneller Tapeverband zur Förderung der dynamischen Stabilität der Schulter
4. Die Bedeutung des limbischen Systems und die Verbindung zum vegetativen Nervensystem für Schmerz- und Angstgedächtnis
• Habituationstraining, um automatisierte Schutzprogramme löschen zu können
5. Langfristiges Lernen fördern
• Fördern von sensomotorischen Strategien, um alltagsspezifische und berufsbezogene Aktivitäten positiv erfahren zu können
• Anleitung für das Eigentraining mit und ohne Geräte

Lernziele
Nach Absolvierung des zweiten Moduls sollten die Teilnehmer in der Lage sein, anhand der Bewegungs- und Aktivitätsanalyse eine klinische Hypothese zu erstellen und einen befundspezifischen Therapieplan zu erstellen. Ein Grundwissen über Pathologien und Symptomkomplexe, die primär die obere Extremität, Halswirbelsäule und Kiefergelenke betreffen, sowie ein Grundverständnis über die N.A.P.®-Therapieprinzipien sollen erlangt werden, damit die Therapiemethoden situativ umgesetzt werden können.



zurück zur Übersicht