Projektleitung Charité

Fr.-Prof.-Dr.-Elisabeth-Steinhagen-Thiessen

Prof. Dr. med. Elisabeth Steinhagen-Thiessen

Leiterin der Forschungsgruppe Geriatrie

Charité - Universitätsmedizin Berlin

Reinickendorfer Str. 61

13347 Berlin

Tel   (030) 450 553 332

Fax  (030) 45 94 19 38

Mail  elisabeth.steinhagen-thiessen(at)charite.de

Kooperationspartner

Hr. Prof. Dr. Ulman Lindenberger (Max-Planck-Institut für Bildungsforschung)

Hr. Dr. Lars Bertram (Max-Planck-Institut für Molekulare Genetik)

Hr. Prof. Dr. Gert G. Wagner (Sozio-Ökonomisches Panel SOEP)

Berliner Altersstudie II

Bereits seit den frühen 1990er Jahren hat sich die Forschungsgruppe Geriatrie der Charité am EGZB an der Durchführung der Berliner Altersstudie beteiligt. Dies war eine multidisziplinäre Untersuchung älterer Menschen (70 Jahre und älter), die wichtige Aufschlüsse über den Gesundheitszustand der Berliner Bevölkerung ergeben hat.

Eine Neuauflage dieser Studie, jetzt Berliner Altersstudie II (BASE II) genannt, hat im Dezember 2011 begonnen. Finanziert durch Mittel des Bundesministeriums für Bildung und Forschung wird diese Studie gemeinsam mit dem Berliner Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, dem Max-Planck-Institut für Molekulare Genetik, dem Sozio-Ökonomischen Panel (SOEP) und der Universität Tübingen durchgeführt.

Es ist geplant, insgesamt etwa 2200 Berliner Bürger medizinisch zu untersuchen, wobei die Hälfte der Teilnehmer junge Erwachsene im Alter zwischen 20 und 30 Jahren und die andere Hälfte Menschen über 60 Jahre sein werden. Mit dieser Neuerung verspricht sich die Charité-Studienleiterin Frau Prof. Dr. Elisabeth Steinhagen-Thiessen auch die langfristigen gesundheitlichen Veränderungen zwischen dem jüngeren und mittleren Erwachsenenalter und dem Übergang ins Seniorenalter besser erfassen zu können. Denn die Berliner Altersstudie II wird, wie ihre Vorgängerstudie, als Langzeitstudie mit Wiederholungsuntersuchungen in Abständen von mehreren Jahren angelegt.

Die medizinischen Untersuchungen werden eine sorgfältige Erhebung aller früheren und bestehenden Erkrankungen umfassen, eine eingehende ärztliche Untersuchung, sowie Laboranalysen und verschiedene apparative Untersuchungen. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Erkrankungen und Beeinträchtigungen des Gesundheitszustandes gelegt, welche Krankheitsbelastung und Lebensqualität des höheren Lebensalters am meisten beeinflussen: Herz-Kreislauf- und Lungenerkrankungen, Stoffwechselerkrankungen, degenerative Erkrankungen des Zentralnervensystems (Demenz und Parkinson), Beeinträchtigungen von Beweglichkeit und Mobilität, Sturzgefahr, Hör- und Sehstörungen. Auch die Erfassung von Aktivitäten des täglichen Lebens, Sport- und Freizeitaktivitäten, Ernährung, Arzneimittelgebrauch und subjektive Einschätzungen der Lebensqualität und des Gesundheitszustands werden Bestandteile der Berliner Altersstudie II sein.