Projektleitung
Hr. Prof. Hans A. Aukes (Deutsche Telekom AG)
Projektkoordination
Hr. Michael Balasch (Deutsche Telekom AG)
Projektleiterin Charité
Fr. Prof. Dr. med Elisabeth Steinhagen-Thiessen (Charité/EGZB)
Wissenschaftliche Mitarbeit
Hr. Mehmet Gövercin
Hr. Hilko Ehmen
Hr. Marten Haesner
Hr. Jörn Kiselev
Projektträger
VDI/VDE Innovation + Technik GmbH
Projektförderung
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Projektdauer
2009 - 2012
Projektstand
Planungsphase
SmartSenior – Intelligente Dienste und Dienstleistungen für Senioren
Zusammenfassung
Deutschland befindet sich im demografischen Wandel: Eine gesellschaftliche Herausforderung unserer Zukunft besteht in der Aufrechterhaltung des Lebensstandards aus ökonomischer, gesundheitlicher und sozialer Sicht. Die Förderung der größtmöglichen Selbständigkeit, Mobilität und Sicherheit sowie die Erhaltung der Gesundheit tragen dazu bei, die Selbstbestimmtheit und Lebensqualität im Alter zu erhöhen. IuK-Technologien können an verschiedenen Stellen ansetzen, um die Wirkungsketten altersassoziierter Veränderungen aufzubrechen, die soziale Isolation zu überwinden, die Selbstständigkeit weitgehend aufrecht zu halten und die Folgen von Krankheiten zu mindern.
In der Allianz „SmartSenior – Intelligente Dienste und Dienstleistungen für Senioren“ werden FuE-Leistungen im Bereich Informations- und Kommunkationstechnologien in einer horizontal ausgerichteten Kooperation zwischen Wirtschaft und Wissenschaft über die reine Forschungsphase hinaus zur breiten Einsatzreife geführt. Die Allianz will dazu Konzepte, Prototypen, Dienste und Dienstleistungen entwickeln und umsetzen, welche die Interaktion zwischen technischen und sozialen Systemen verbessern, mit dem Ziel, die Lebensqualität für alle beteiligten Menschen, einschließlich deren Familienmitglieder, zu erhöhen.
Die Ziele der Allianz sind die Entwicklung neuer Technologien für die Schaffung integrierter und intelligenter Lebenswelten zur Erhaltung von Gesundheit und Selbstbestimmtheit. Im Vordergrund der gemeinsamen Arbeiten stehen Technologien zum Erhalt der Selbständigkeit, Gesundheit und Mobilität, sowie die Begleitung des Menschen im Prozess des Alterns.
Schwerpunkte dabei sind:
- Aufbau einer altersgerechten Kommunikationsinfrastruktur mit einfachen und intuitiv bedienbaren Benutzerschnittstellen
- Entwicklung von Notfallerkennungs- und Assistenz-Systemen zur sicheren Fortbewegung
- Integration vorhandener und neuer Dienstleistungen in den Bereichen Prävention, Behandlung und Rehabilitation
- Erarbeitung von Lösungen für erhöhte Sicherheit zu Hause und unterwegs
Mit dem Aufbau von demonstrierbarer Infrastruktur, einem „Living Lab“ (künstlich erschaffene Lebensumgebung, die es ermöglicht, die entwickelten Dienste unter realen Lebensbedingungen zu evaluieren) sowie in speziell ausgestatteten Wohnungen sollen Gesundheits-, Sicherheits- und Kommunikationsdienstleistungen miteinander verknüpft und die Voraussetzungen für eine umfassende Unterstützung und Betreuung älterer Menschen in ihrem persönlichen Lebensumfeld geschaffen werden. Anhand von entwicklungsbegleitenden Feld- und Langzeituntersuchungen können Parameter wie Nutzen und prognostizierte Kostenentwicklung sowie die Entwicklung des Gesundheitszustands von älteren Menschen erhoben werden. Hierfür werden zirka zwanzig Musterwohnungen eingerichtet, in denen unter realen Bedingungen die Lösungen von älteren Menschen über einen längeren Zeitraum genutzt und deren Erfahrungen gesammelt werden.
Die wesentlichen Stärken der Allianz "SmartSenior" sind:
- umfassende Abdeckung der Wertschöpfungskette durch Partner in allen wesentlichen Branchen
- im Gegensatz zu einer Vielzahl laufender Projekte starke Ausrichtung auf Integration der Lösungen in ein Gesamtkonzept mit einheitlicher Informationslogistik und wiedererkennbarem Look & Feel
- alle Lösungen sind leicht und einheitlich zu bedienen und werden ergänzt durch seniorenfreundliche Endgeräte und Schnittstellen („Design for all“)
- die organisationsübergreifende Datenvernetzung gewährleistet integrierte Behandlungspfade bis nach Hause
- die entwickelten Kommunikationslösungen sollen Standards in diesem Bereich setzen
- klare Fokussierung auf Geschäftsmodelle, die eine effektive Verwertung gewährleisten, Ziel ist die Entwicklung von vermarktbaren Produkten
Die Projektstruktur spiegelt den umfassenden Ansatz wider, der zum einen vertikale Teilprojekte umfasst, die durch konkrete Anwendungsszenarien definiert werden. Sie gliedert sich auf der obersten Ebene in neun Teilprojekte (TP). Die anwendungsspezifischen Teilprojekte werden durch horizontale Teilprojekte ergänzt, die allgemeine Dienste und Funktionen zur Verfügung stellen und so als verbindendes Element das Zusammenspiel der Einzelkomponenten sicher stellen.
Die Forschungsgruppe Geriatrie tritt als Teilprojektleiter in TP3 (Integrierte Gesundheitsdienstleistungen für Mobilität und Lebensqualität) auf und unterstützt die Arbeit in TP2 (Notfallassistenz).
(Autoren Hr. M. Gövercin, Hr. Dr. J.-P. Jansen)





