Projektleitung

Hr. Prof. Dr. Reinhold Haux
(Peter L. Reichertz Institut für Medizinische Informatik
der TU Braunschweig und
der MHH)
Hr. Prof. Dr.-Ing. Andreas Hein ( OFFIS)

Projektkoordination

Hr. Dr. Marco Eichelberg ( OFFIS)

Wissenschaftliche Mitarbeit

Hr. Mehmet Gövercin
Fr. Yvonne Költzsch
Fr. Sandra Wegel

Projektförderung

Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur

Projektdauer

2008 - 2011

Projektstand

Hauptphase

Externer Link

www.altersgerechte-lebenswelten.de

GAL - Niedersächsischer Forschungsverbund Gestaltung altersgerechter Lebenswelten

Zusammenfassung

Allein in Deutschland werden im Jahr 2030 voraussichtlich mehr als 28 Millionen Menschen 60 Jahre und älter sein. Menschen in höherem Alter bilden die Bevölkerungsgruppe, die in den nächsten Jahren am stärksten wachsen wird. Intelligente Systeme spielen für Unabhängigkeit, Gesundheit und Pflege eine zunehmend wichtige Rolle. Der Forschungsverbund untersucht, wie neue Technologien die Lebensqualität im Alter verbessern können. An dem interdisziplinären Vorhaben sind Forscher aus den Bereichen Geriatrie, Gerontologie, Hörtechnik, Informatik, Ingenieurwissenschaften, Medizin, Medizinische Informatik, Ökonomie, Pflegewissenschaft, Psychologie und Rehabilitationspädagogik beteiligt.

Inhaltliches Ziel dieses Forschungsverbunds ist es, neue Verfahren der Informations- und Kommunikationstechnik für altersgerechte Lebenswelten zu identifizieren, weiterzuentwickeln und zu evaluieren. Der Schwerpunkt liegt dabei zum einen auf neuen assistierenden Technologien zur besseren Unterstützung von Bedürfnissen des täglichen Lebens und zur Erhaltung von Selbständigkeit und Lebensqualität.
Zielgruppe sind vor allem Menschen in der zweiten Lebenshälfte, welche diese Technologien nach individuellem Bedarf barrierefrei nutzen können sollen, aber auch Personen aus deren sozialem Umfeld (Angehörige, Ärzte, Pflegekräfte). Auch diese Personen sollen bei der Bewältigung des Alltags bzw. bei deren Versorgungsaufgaben unterstützt werden. Die Technologien sollen jedoch auch dazu beitragen, mittels Sensortechnologie und sensor-erweiterten Informationssystemen insbesondere bei älteren Menschen Krankheiten frühzeitiger zu erkennen bzw. neue Formen der Versorgung chronisch Kranker zu ermöglichen.

Forschungsstrategisches Ziel dieses Forschungsverbunds ist es, die einschlägigen niedersächsischen Forschungseinrichtungen in die Lage zu versetzen, sich verstärkt und federführend an größeren nationalen oder internationalen Forschungsvorhaben beteiligen zu können. Es ist beabsichtigt, je nach aktuellen Fördermöglichkeiten, größere Verbundforschungsvorhaben der Europäischen Union oder des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zu beantragen und durchzuführen. Auch die Beantragung und Durchführung eines Transregio bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft wird in Erwägung gezogen.
Hinzu kommt das Ziel, mit der weiteren Verwertung der Ergebnisse wirtschaftliche wie auch forschungsbezogene Impulse zu setzen. Insbesondere wird das Konsortium der beantragenden Forschungseinrichtungen zusammen mit ihren Partnern aus Kliniken, Versorgungseinrichtungen und Wirtschaftsunternehmen Niedersachsen als bundesweit sichtbaren kompetenten Standort dieses zunehmend wichtiger werdenden Wirtschaftsfeldes stärken.

Die Technologien werden in vier konkreten Szenarien exemplarisch realisiert und durch vier Querschnittsthemen unterstützt.

Szenarien:

  • Persönlicher Aktivitäts- und Haushaltsassistent
  • Monitoring im Präventions- und Rehabilitationssport
  • Sensorgestützte Aktivitätsbestimmung
  • Sensorbasierte Sturzprävention und -erkennung


Querschnittsthemen:

  • Technische Plattform für altersgerechte Lebenswelten
  • IT-Architekturen für neue Versorgungsformen
  • Voraussetzungen und Konsequenzen
  • Informationelle Selbstbestimmung und Datenschutz


Bezugnehmend auf Szenario "Sensorbasierte Sturzprävention und -erkennung" startet ab Juni 2009 in Kooperation mit dem EGZB die Studie "Identifikation sensorbasierter sturzprädiktiver Parameter" unter der Leitung der Forschungsgruppe Geriatrie.

(Autoren: OFFIS; Fr. S. Wegel)

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